Zarzis - die Meeresoase
Die Meeresoase Zarzis liegt ca. 60km südlich von Houmt Souk, dem Hauptort der Insel Djerba und ist somit der südlichste Badeort Tunesiens. Zarzis ist mit der Insel Djerba durch den in der Antike gebauten 7km langen Römerdamm verbunden. Der hübsche, kleine Badeort grenzt an einen grossen Palmenhain. Lange, feine Sandstrände, der Zauber der alten Traditionen und der Komfort der in landestypischer Architektur gehaltenen Hotels machen diesen Ort äusserst reizvoll. Einst der Lieblingsbadeplatz französischer Kolonialbeamter bietet die Oase Zarzis heute dem Touristen wirklich alles - ausser Rummel!
Lohnende Ausflugsziele auf der Insel Djerba
Für Ferienreisende in Zarzis lohnt sich ein Ausflug nach Djerba. Die Insel ist nur 60km von Zarzis entfernt und der Weg führt über den antiken Römerdamm. Inselrundfahrt Djerba, Chenini und Matmata, Wüstenoase Ksar Ghilane oder Douz.
Borj El Kebir (Grosses Fort) ist die Festung aus dem 15. Jh. unten am Meer. Sie wurde auf den Fundamenten eines Forts aus dem 13. Jh. errichtet, welches seinerseits auf den Grundfesten einer römischen Anlage stand. Nacheinander wurde es von Hafsiden, Spaniern, Türken und im 16. Jh. von Barbarossa und Dragut Ali als Garnison benutzt. Im Jahr 1650 stürmten Dragut und seine Männer die Feste und metzelten erbarmungslos die 5000 spanischen Verteidiger nieder. Aus ihren Schädeln errichteten die Piraten eine hohe Pyramide, die ein grausiges Mahnmal darstellte, das man erst im Jahre 1848 wieder beseitigte.
Houmt Souk ist das Geschäftszentrum mit den Büros der Fluggesellschaften, Banken, Reisebüros, Autoverleihfirmen, Restaurants und vielen kleinen Läden. Trotzdem ist es aber kaum mehr als ein grosses Dorf, dessen Zentrum die Souks sind, ein Irrgarten aus engen Gassen und weissgewaschenen Plätzen, wo die Verkaufsstände mit lokalen Handwerksgegenständen überfüllt sind - mit Töpferwaren, Teppichen, Korallen und Schmuck.
Das kleine, aber ausgezeichnete Museum für Volkskunst und Volkstraditionen (Musée des Arts et Traditions Populaires) ist in der Zaouia (Heiligtum) des Sidi Zitouni am Stadtrand untergebracht, inmitten eines hübschen Gartens. In den ersten Sälen sind traditionelle Kleidungsstücke und Kostüme für besondere Anlässe ausgestellt. Alter Schmuck, Keramik, Tischler- und Schnitzereiarbeiten zeigen die Kunstfertigkeit der Handwerker. Das Museum ist täglich ausser freitags von 9-12 Uhr und von 15-17.30 Uhr geöffnet.
Östlich von Houmt Souk liegen die besten Strände der Insel - Sidi Maharès, Sidi Garous und La Séguia - die auf 20km Länge nur durch die Felsen von Ras Taguerness unterbrochen werden. Diese Landspitze mit dem grossen Leuchtturm ist übrigens auch als der beste Platz zum Schnorcheln bekannt.
Ungefähr 8 km südlich von Houmt Souk liegt das älteste Gotteshaus der Insel, die Synagoge La Ghriba. Sie wurde in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts gebaut. Entsprechend der örtlichen Legende soll hier 600 v. Chr. ein heiliger Stein vom Himmel gefallen sein, weshalb Juden aus ganz Nordafrika hierher pilgern. Ein Rabbi wird Sie empfangen und Ihnen die Synagoge zeigen, deren Fundamente in ihrem ältesten Teil sehr wahrscheinlich bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückgehen. Legen Sie die Schuhe ab und bedecken Sie Ihren Kopf bevor Sie eintreten (die Synagoge, ist für Besucher am Samstagmorgen, dem Sabbath, geschlossen).
Guellala, auf der Südseite der Insel, ist das Zentrum von Djerbas Töpfereigewerbe. In den holprigen, ungepflasterten Strassen drängen sich Dutzende von Töpferwerkstätten, Brennöfen und kleine Fabriken. Und überall lädt ein Schild die Besucher ein, hereinzukommen und sich umzusehen.
Der zweitgrösste Ort auf Djerba, Midoun, ist vor allem ein Marktflecken, wo jeden Freitag ein lebhafter Souk unter freiem Himmel abgehalten wird. Ein wahres Erlebnis: Von Früchten und Gemüse über Stoffe und Tiere können Sie so ziemlich alles erwerben - oder einfach nur das bunte Treiben mit all den verschiedenen Düften geniessen! Eine andere Touristenattraktion ist die traditionelle Berber-Hochzeit, die man jeden Dienstag für die Besucher feiert.

