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Mahdia


Mahdia besitzt den besonderen Charme einer glorreichen Vergangenheit und ist auf dem Felsen einer schmalen Halbinsel erbaut. Die Fischer- und Hafenstadt am Cap Afrique besticht in erster Linie mit ihrer malerischen Medina. Die wunderschönen und nahezu märchenhaften orientalischen Hotelanlagen befinden sich vor allem etwas nördlich der Stadt am breiten und flach abfallenden Sandstrand und versprechen Ihnen mit dem Blick auf eine der schönsten Städte in Tunesien einen romantischen, entspannten und trotz dessen sehr erlebnisreichen Aufenthalt.

Mahdia ist ein tunesisches Provinz-Zentrum mit einem malerischen Fischerhafen und angeschlossener Industrie zum verarbeiten der Fische. Die Stadt wurde im Jahre 921 von dem Kalifen Abdallah al-Mahdi gegründet und kann somit auf eine reiche und weit in die Vergangenheit reichende Geschichte blicken. Sehr sehenswert innerhalb der Stadtmauern sind vor allem die Festung Al Borj Kebir, das grosse mächtige Stadttor, die beschauliche Altstadt, das türkische Fort, der islamische Friedhof und der idyllische Hafen, welcher Ihnen einzigartige Ausblicke über das kristallklare Meer verspricht.

Wenn freitags der Wochenmarkt stattfindet, verwandelt sich die Skiffa El Kahla – ein Tor der Altstadt - in eine wahrhaftige Ali Baba Höhle aus 1001 Nacht. Die alten Weberinnen, Stickerinnen und Näherinnen legen schöne, traditionelle Kostüme, Seidenartikel und Vergoldetes zum Verkauf aus.

Genauso schillernd ist das faszinierende Schauspiel, wenn die Fischkutter während der Sommerabende aufs Meer raus fahren und den jahrhunderte Jahre alten Hafen mit ihren Laternen zum Leuchten bringen. Mit dem grossen Fischerhafen, der dicht am Wasser gelegenen Medina, der traditionellen Stimmung und den herrlichen Stränden hat Mahdia alles zum bezaubern. Neue Hotels wurden vor kurzem gebaut, um diesem Ferienort noch mehr komfortable Schönheit zu verleiheen.

Schon die Phönizier erkannten die strategisch günstige Lage und gruben ein Hafenbecken, das noch heute genutzt wird. Weitere Überreste sind jedoch weder aus punischer noch aus römischer Zeit erhalten. Im Jahr 1907 wurde vor der Küste ein 86 v. Chr. gesunkenes Schiff mit Ladung gefunden, es ist im Bardo in Tunis ausgestellt.

Bedeutung erhielt der Ort erst, als 921 der Fatimide Obayed Allah El Mahdi seine Residenz von Kairouan in die von 912 bis 920 errichtete und nach ihm benannte Stadt verlegte. Auf der Halbinsel lag die riesige, nahezu uneinnehmbare Festung, zur Landseite gesichert mit einer elf Meter dicken Mauer. Nur der ängstliche Pascha, seine Familie und Soldaten hatten Zugang, die Bürger lebten in der westlich gelegenen Vorstadt Souila. Nach dem Weggang der Fatimiden nach Ägypten bekam Mahdia nie mehr einen Rang als Residenzstadt. Im 12. Jh. nahmen die Normannen die Stadt ein, später die Spanier. Unter ihnen verkam Mahdia von einer blühenden Handelsstadt zu einem Gefängnis für spanische Sträflinge. Als die Spanier 1554 abzogen, sprengten sie die Festung, nur wenige Mauern überlebten die totale Zerstörung.

Empfehlenswert sind Tagesausflüge nach Monastir und Sousse, Kairouan, zum Amphitheater El Djem und nach Südtunesien.

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