Ferien auf Djerba - Zwischen Palmen träumen
Auf der grössten Insel Nordafrikas bestimmen lange Strände mit freistehenden Palmen das Landschaftsbild. Grosszügige Hotelanlagen mit ihrem inseltypischen Baustil passen sich harmonisch der Landschaft an. Über 300 Sonnentage pro Jahr und das bis in den Spätherbst wettersichere Klima, machen die Insel zu einer der beliebtesten Bade- und Wellness-Destination im Mittelmeer. Sport wird hier gross geschrieben, vielfältiger Wassersport, Strandwandern/Joggen, Velotouren, Ausritte auf Pferde- oder Dromedar-Rücken. Der 27-Loch-Golfplatz ist ganzjährig bespielbar. Djerba und Zarzis sind ideale Ausgangspunkte für Reisen in die Wüste und zu der Oasenwelt Südtunesiens.
Auf der grössten Insel Nordafrikas bestimmen lange Strände mit freistehenden Palmen das Landschaftsbild. Grosszügige Hotelanlagen mit ihrem inseltypischen Baustil passen sich harmonisch der Landschaft an. Das wettersichere Klima bis in den Spätherbst machen die Insel zur beliebtesten Bade- und Wellness-Destination im Mittelmeer.
Nebst vielfältigen Wassersportmöglichkeiten finden sich Angebote für Aktivferien mit der Trendsportart Kiten und Tauchen. Zu Lande bieten sich Spaziergänge, Velotouren und Ausritte auf Pferde- oder Dromedarrücken an. Eine attraktive Golfanlage inmitten einer Hotellandschaft lädt zum Golfspiel ein. Djerba ist das Tor zur faszinierenden Welt der Wüste Sahara. Sie werden überrascht sein, Djerba ist flach. Der grösste Teil der Insel besteht aus trockener Landschaft mit alten Olivenbäumen, Obsthainen, Palmen und Gräsern. Jedes der kleinen weissen Häuser mit halbkugelförmigen Kuppeln hat seinen eigenen Hof; Männer und Frauen tragen Strohhüte, und vor die Pflüge sind auch mal Kamele gespannt.
Djerba verdankt seine Besonderheit und seine Schönheit der aussergewöhnlichen Lage. Tief im Süden Tunesiens, nicht weit von der Grenze zu Libyen, ruht das kleine Eiland wie eine riesige Sandbank im warmen, seichten Wasser vor der Küste.
Die ausgedorrte Erde erhält weniger als 200mm Regen im Jahr; die Datteln, die hier wachsen, sind nur als Futter für die Kamele zu gebrauchen, und das Getreide überlebt nur dank der Bewässerung aus den Hunderten von Brunnen und Zisternen, die überall zu sehen sind. Doch das trockene, heisse Klima und die kilometerlangen Sandstrände machen Djerba zum Paradies für die sonnenhungrige Touristen, die während des ganzen Jahres an die Nordküste pilgern.
Djerba soll die geheimnisvolle Lotophagen-Insel aus den Irrfahrten des Odysseus sein, erste gesicherte historische Fakten gibt es aus dem 9. Jahrhundert vor Christus. In dieser Zeit gründeten die Phönizier auf der in der Antike Meninx genannten Insel eine Handelsniederlassung. Grosse Mengen gefundener, zerstossener Murex-Schneckenhäuser lassen darauf schliessen, dass sie hier in grossem Stil eine Purpur-Manufaktur betrieben. Dieser Farbstoff war zur damaligen Zeit sehr kostbar und wurde im gesamten Mittelmeerraum gehandelt.
Zur Zeit der Römer gab es 4 Städte auf der Insel, Haribus, Tipasa, Meninx und Girba, von der Letzteren leitet sich wohl der heutige Name Djerbas ab. Damals kamen hier die grossen Sklavenkarawanen aus der Sahara und dem inneren Afrika an, die Sklaven und Handelswaren wurden von der Insel nach Rom verschifft. Die Römer bauten auch den ersten Damm vom Festland zur Insel, wahrscheinlich auf noch älteren Resten aus punischer Zeit, die heutige Dammstrasse wurde auf den Resten der alten römischen Verbindung gebaut.
Der Niedergang des römischen Reiches war auch für Djerba mit einem allmählichen Niedergang verbunden. Es folgten die Überfälle der Vandalen (410 n. Chr.), der Byzantiner, der Araber (667 n. Chr.) und der Beni-Hilal-Nomaden im 11. Jh. n. Christus. Um 1135 gaben auch sizilianische Normannen ein zwanzigjähriges Gastspiel auf Djerba, sie wurden 1155 von den Almohaden vertrieben. 1284 geriet Djerba unter spanische Herrschaft, dieses Joch schüttelten die noch heute als aufsässig geltenden Djerbi um 1334 durch einen blutigen Aufstand ab. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts begann unter den Hafsiden langsam wieder ein Aufstieg Djerbas, die Insel wurde zu einem berüchtigten Piratennest.
Zu einer (zweifelhaften Berühmtheit wurde der Korsar Dragut. Er baute die Festung Houmt Souk zur Verteidigung gegen die immer wieder angreifenden Spanier aus, verlor diese aber nach einem Grossangriff der Spanier und Malteser, die mit 30.000 Mann anrückten. Dragut gab aber nicht auf und griff seinerseits die Flotte an, bei dieser Schlacht wurden 18.000 Spanier und Malteser getötet. Auf der Festung Houmt Souk waren 5.000 Mann als Besatzung zurückgeblieben, sie gaben nach einer Belagerung durch Dragut auf und wurden alle geköpft, zur Abschreckung liess Dragut alle Schädel zu einer Pyramide auftürmen, dieses schreckliche Denkmal hatte fast 300 Jahre Bestand und wurde erst 1848 beseitigt. Danach geriet Djerba unter türkische Herrschaft bis im Jahr 1881 die Franzosen die Insel übernahmen.
Borj El Kebir (Grosses Fort) ist die Festung aus dem 15. Jh. unten am Meer. Sie wurde auf den Fundamenten eines Forts aus dem 13. Jh. errichtet, welches seinerseits auf den Grundfesten einer römischen Anlage stand. Nacheinander wurde es von Hafsiden, Spaniern, Türken und im 16. Jh. von Barbarossa und Dragut Ali als Garnison benutzt. Im Jahr 1650 stürmten Dragut und seine Männer die Feste und metzelten erbarmungslos die 5000 spanischen Verteidiger nieder. Aus ihren Schädeln errichteten die Piraten eine hohe Pyramide, die ein grausiges Mahnmal darstellte, das man erst im Jahre 1848 wieder beseitigte.
Houmt Souk ist das Geschäftszentrum mit den Büros der Fluggesellschaften, Banken, Reisebüros, Autoverleihfirmen, Restaurants und vielen kleinen Läden. Trotzdem ist es aber kaum mehr als ein grosses Dorf, dessen Zentrum die Souks sind, ein Irrgarten aus engen Gassen und weissgewaschenen Plätzen, wo die Verkaufsstände mit lokalen Handwerksgegenständen überfüllt sind - mit Töpferwaren, Teppichen, Korallen und Schmuck.
Das kleine, aber ausgezeichnete Museum für Volkskunst und Volkstraditionen (Musée des Arts et Traditions Populaires) ist in der Zaouia (Heiligtum) des Sidi Zitouni am Stadtrand untergebracht, inmitten eines hübschen Gartens. In den ersten Sälen sind traditionelle Kleidungsstücke und Kostüme für besondere Anlässe ausgestellt. Alter Schmuck, Keramik, Tischler- und Schnitzereiarbeiten zeigen die Kunstfertigkeit der Handwerker. Das Museum ist täglich ausser freitags von 9-12 Uhr und von 15-17.30 Uhr geöffnet.
Östlich von Houmt Souk liegen die besten Strände der Insel - Sidi Maharès, Sidi Garous und La Séguia - die auf 20km Länge nur durch die Felsen von Ras Taguerness unterbrochen werden. Diese Landspitze mit dem grossen Leuchtturm ist übrigens auch als der beste Platz zum Schnorcheln bekannt.
Ungefähr 8 km südlich von Houmt Souk liegt das älteste Gotteshaus der Insel, die Synagoge La Ghriba. Sie wurde in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts gebaut. Entsprechend der örtlichen Legende soll hier 600 v. Chr. ein heiliger Stein vom Himmel gefallen sein, weshalb Juden aus ganz Nordafrika hierher pilgern. Ein Rabbi wird Sie empfangen und Ihnen die Synagoge zeigen, deren Fundamente in ihrem ältesten Teil sehr wahrscheinlich bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückgehen. Legen Sie die Schuhe ab und bedecken Sie Ihren Kopf bevor Sie eintreten (die Synagoge, ist für Besucher am Samstagmorgen, dem Sabbath, geschlossen).
Guellala, auf der Südseite der Insel, ist das Zentrum von Djerbas Töpfereigewerbe. In den holprigen, ungepflasterten Strassen drängen sich Dutzende von Töpferwerkstätten, Brennöfen und kleine Fabriken. Und überall lädt ein Schild die Besucher ein, hereinzukommen und sich umzusehen.
Der zweitgrösste Ort auf Djerba, Midoun, ist vor allem ein Marktflecken, wo jeden Freitag ein lebhafter Souk unter freiem Himmel abgehalten wird. Ein wahres Erlebnis: Von Früchten und Gemüse über Stoffe und Tiere können Sie so ziemlich alles erwerben - oder einfach nur das bunte Treiben mit all den verschiedenen Düften geniessen! Eine andere Touristenattraktion ist die traditionelle Berber-Hochzeit, die man jeden Dienstag für die Besucher feiert.
Zarzis
Flamingoinsel




