Trekking in Tunesien
Wüstenlandschaften üben seit jeher einen unvergleichlichen Reiz auf die Menschen aus. Wüste steht für Freiheit, Schönheit und Unendlichkeit. Hier findet der Mensch sich wieder, erdet sich und lernt seine eigenen Grenzen kennen.

Die tunesische Sahara umfasst beinahe die Hälfte der Landesfläche. Sandwüste trifft auch Stein- und Salzwüste. Rote Dünen, weisse Dünen, Mondlandschaften und Salzseen, in denen sich die Fatamorganas spiegeln. Illusion, Realität oder einfach die Magie dieser so unglaublichen Landschaft, die schon viele grosse Künstler und Regisseure inspiriert hat.

Kameltouren durch die Wüste:
Irgendwann werden die Dünen so hoch und erhaben, dass auch der beste Jeepfahrer sie nicht erklimmen mag. Hier kann man nur sich nur noch auf dem Rücken eines Dromedars durch die Natur wiegen lassen oder zu Fuss über den pulverweichen Sand schweben. Kameltouren kennen kein Alter. Von Kindesalter bis zum hohen Alter , jeder kann und sollte so eine Reise zumindest einmal in seinem Leben gemacht haben

Unser lokaler Trekkingspartner steht unter Schweizer Leitung und bürgt für einen reibungslosen und sicheren Wüstenaufenthalt. Die Nomaden sind mit der Wüste und ihren Tieren aufgewachsen, kennen jede Oase und beinahe jedes Sandkorn. Sie kümmern sich um die Tiere, Ihre Unterkunft und das Zubereiten der einfachen, traditionellen Speisen (Fladenbrot, Gemüse, Suppen,Teigwaren etc.) Erleben Sie Lagerfeuerromantik und Nächte unter dem Sternenzelt der Sahara! Es wird gesungen und musiziert, getanzt und spannende oder romantische Geschichten erzählt. Tauchen Sie mit uns in die 'Stille der Wüste ein'.

Wüstentrekking
Vollmond über der Sahara (Vollmondtermine)
Ein besonders eindrückliches Erlebnis ist eine Vollmondnacht in der Sahara. Der reflektierende Sandboden taucht die archaische Landschaft in ein helles, unwirkliches Licht. Magische Stunden, an die Sie sich lange und gerne erinnern werden.

Termine 2015
Montag, 5. Januar 2015, 05:53:18 Uhr
Mittwoch, 4. Februar 2015, 00:08:54 Uhr
Donnerstag, 5. März 2015, 19:05:24 Uhr
Samstag, 4. April 2015, 14:05:36 Uhr [**]
Montag, 4. Mai 2015, 05:42:06 Uhr
Dienstag, 2. Juni 2015, 18:19:06 Uhr
Donnerstag, 2. Juli 2015, 04:19:36 Uhr
Freitag, 31. Juli 2015, 12:42:54 Uhr
Samstag, 29. August 2015, 20:35:12 Uhr
Montag, 28. September 2015, 04:50:30 Uhr [**]
Dienstag, 27. Oktober 2015, 13:05:12 Uhr
Mittwoch, 25. November 2015, 23:44:18 Uhr
Freitag, 25. Dezember 2015, 12:11:30 Uhr

[**] Zu diesem Zeitpunkt findet eine totale
Mondfinsternis statt

Zeitangaben jeweils in mitteleuropäischer Zeit
(MEZ) bzw. Sommerzeit (MESZ)



Material/Gepäck für das Trekking
Wichtig: Nehmen Sie für das Trekking am Besten nur weiche Taschen und noch besser einen Trekking-Rucksack mit (keine Koffer und sperrigen Behältnisse), damit sich Ihre Waren optimal auf dem Dromedar verstauen/beladen lassen.

Gepäckdepot/Ferienverlängerung
ste, die vor oder nach einem Trekking eine Ferienverlängerung buchen, können ‚"Übergepäck" zB. in Djerba verbleiben. Bitte melden Sie uns diesbezügliche Wünsche, damit wir die "Deponierung" einplanen und organisieren können. Das Kameltrekkingteam verfügt über genügend Material, auch Decken oder Essgeschirr, aber die Erfahrung zeigt, dass man sich mit "eigenen, persönlichen Utensilien" meist wohler fühlt.

Das sollten Sie dabei haben (bei Schnuppertrekking nicht nötig)
- Eigener Schlafsack (Wolldecken/Schlafmatten sind vorhanden)
- Eventuell Wärmebeutel (kalte Nächte)
- Thermosflasche, kleine und grosse PET-Flasche für Wasser/Tee
- Persönliche Schnapsflasche (mit/ohne Inhalt....)
- Wasser-Desinfektion (zB. Micropur)
- Persönliche Medikamente: Pflaster, Kohletablette, Immodium, Wundsalbe, Augentropfen
- Augenlinsen: Besser eine Brille mitnehmen (feiner Flugsand…)
- Taschenmesser, Taschenlampe (Reservebatterie)
- Kopfbedeckung/Sonnenhut
- Feste Wanderschuhe/stabile Turnschuhe
- Sonnenblocker-/mittel mit hohem Faktor
- Sonnenbrille mit UV-Schutz
- Diverse Plastiksäcke (Schutz vor Sand) z.B. für Kamera, Handy usw
- Bequeme Baumwollbekleidung, für kühle Nächte warme Kleidung
- Toilettenpapier, Erfrischungstüchlein
- Kleine Seife, etwas feste Schnur
- Trockenfrüchte, Traubenzucker
- Süssigkeiten
- Eventuell kleine Geschenke für Kamelführer und Kinder


Wer ist der Chef
Bei einem Wüstentrekking ist der Nomadenchef wie der Kapitän bei einer Schiffsreise. Er ist zuständig für die Sicherheit und das Wohlbefinden seiner Kamelführer und Gäste. Er entscheidet über Routenänderung, Rastplätze, Tagesroute.

Besonderheiten
Bei einem Wüstentrekking - fern der uns gewohnten Zivilisation - muss man auf zahlreiche, uns gewohnte Annehmlichkeiten verzichten. Hier gibt es weder Radio, TV noch Kühlschrank, Badezimmer oder Klimaanlage und meist auch keinen Handy-Empfang. Hier dominiert das Erlebnis eines Sonnenauf- und Unterganges, das Zubereiten der Mahlzeiten, die Sorge und Pflege der Dromendare, die zwischenmenschliche Beziehung, die Stille der Natur, die Landschaftsumgebung mit ihrer Fauna und all ihrem Kleingetier und abends der Sternenhimmel. Seien Sie deshalb offen und bereit, mit den Reisebegleitern Gespräche zu führen oder während einer Stilleperiode die Ruhe zu wahren. Abends, am Lagerfeuer, beginnen die Kamelführer Lieder zu singen, erzählen Witze und Geschichten. Es kann auch getanzt werden. Zögern Sie nicht, den Wüstensöhnen auch einmal einige unserer Volkslieder, Bräuche oder Sitten zu zeigen.

Zelten in der Wüste - unterwegs
Während eines Kameltrekkings müssen Sie auf Hotelkomfort und übliche Annehmlichkeiten verzichten. Das ist auch der Reiz eines Wüsten-Trekkings. Die Zeltlager werden jeden Abend durch das Nomadenteam neu aufgestellt, wobei Ihre Mithilfe gerne erwünscht ist. Die Teilnehmer schlafen unter einem typischen Beduinenzelt. Erwarten Sie aber kein hochmodernes Biwak vom Kaufhaus - es sind Zelte mit riesigen Nomaden-Tüchern, welche mittels einfacher Holzstecken erstellt werden. Diese 'Behausungen' sind jedenfalls in der Wüste stabiler und windsicherer, als ein modernes Zeltgestell aus dem Laden. Diese Nomadenzelte sind nicht zwingend 'dicht' - aber ideal für Durchlüftung und gegen Feuchtigkeit. Als Schlafgrundlage werden Matten gelegt - auf diesen liegen sie mit Decken oder Schlafsack. Ein Beduinenzelt dient meist für 3 bis 5 Teilnehmer. Erfahrungsgemäss schlafen viele Teilnehmer (so auch die Nomaden) völlig im Freien - direkt unter dem sternenreichen Himmelszelt.

Einzelreisende/Einzelzimmer
Während des Wüstentrekkings gibt es keine "Einzelzimmer". Falls Sie unbedingt alleine nächtigen wollen - können wir Ihnen ein "Iglu-Schnellaufbauzelt" reservieren: Übernahme bei Ankunft, Rückgabe nach Abschluss des Trekkings in Djerba. Aufpreis pro Trekking Fr. 90.-

Die Verpflegung in der Wüste
In der Wüste gibt es keine 'Läden' - wo man täglich frisch einkaufen kann. Dennoch: unsere Wüstensöhne zaubern variantenreiche Kost. Die tunesische Küche basiert auf der Verwendung von Olivenöl, zahlreichen Gewürzen (Pfeffer, Kümmel, Koriander, Knoblauch, Zwiebel, viele Kräuter u.v.a.) und allerlei Gemüse (Tomaten, Möhren, Kartoffeln, Kichererbsen, Bohnen, Paprika u.a.); scharf ist sie gelegentlich, aber keineswegs immer. Traditionell assen die Berber gemeinsam aus einer Schüssel, wobei drei Finger der rechten Hand als 'Besteck' dienten; heute herrschen im Allgemeinen europäische Esssitten. Ihr Kamelteam wird während des Trekking vor allem Zutaten verkochen, die sich gut transportieren lassen und welche die Hitze des Tages problemlos überstehen. So verwendet man auch Essbares aus der Dose.

Fleisch wird nur selten und nur dann verkocht, wenn es absolut frisch erworben werden kann. Besonders bekömmlich schmecken die beiden tunesischen Nationalgetränke, der espressoähnliche Kaffee sowie Tee, beide stark, heiss und sehr süss in kleinen Gläsern serviert (der Tee wird z.T. mit Pinienkernen und Mandelstückchen versetzt oder - als Thé à la menthe - mit Pfefferminze). Das Team der Kamelführer sorgt sich liebevoll um die Zubereitung der Speisen, freut sich aber, wenn Sie dabei zusehen oder gar mit Hand anlegen wollen.

Obgleich "Alkohol" ein arabisches Wort ist (von al kahal = das Zarte) und der Koran den Rechtgläubigen im Paradies Bäche von Wein verheisst, verbietet die Religion Moslems den Alkoholgenuss strikt. In den von Touristen beherrschten Gebieten wird das Verbot nicht mehr allzu strikte eingehalten, aber die einfachen Söhne der Wüste halten sich mehrheitlich noch selber daran. Bitte respektieren Sie diesen Umstand gebührend und verzichten Sie auf allzu offensichtlichen Alkoholgenuss gegenüber den Einheimischen.

Das Kamel/Dromedar
In Südtunesien ist das Kamel das wichtigste Nutztier, von dem es dort etwa 200'000 Exemplare gibt. Man kennt das Kamel als Last- und Reittier, wozu es sehr gut geeignet ist, weil es leicht längere Perioden bzw. Strecken überwinden kann, ohne Wasser aufnehmen zu müssen. Weniger gewöhnt ist ein Europäer beim Anblick eines Kamels, das vor einen Pflug gespannt ist. Ein Kamel liefert auch Milch und Wolle, Fleisch und Leder. In Tunesien gezüchtete Kamele landen inzwischen meistens beim Metzger.

Ein Kamel kann 200-300kg Last täglich bis zu 40km weit tragen, ein Reitkamel legt sogar bis zu 150 km in der Wüste pro Tag zurück. Wenn es Wasser gibt, nimmt es bis zu 120 Liter davon auf, die es im Gewebe seines Körpers verteilt und speichert. Mit diesem Vorrat kommt es bis zu einer Woche ohne weitere Wasseraufnahme aus. Die Membranen an den Nasenlöchern nehmen nicht nur Feuchtigkeit beim Einatmen auf, sondern verhindern auch, dass beim Ausatmen Feuchtigkeit an die Luft abgegeben wird. Die Blut- und Körpertemperatur des Kamels passen sich der Umgebungstemperatur an, ohne die Leistungsfähigkeit des Tieres zu beeinträchtigen. Mit seinen breiten gepolsterten Füssen kann es am besten über den Sand laufen, und die langen Wimpern schützen die Augen vor fliegendem Sand. Mit seinem Kopf in bis zu 2.5m Höhe kann das Kamel bei leichtem Sandtreiben immer noch über den Sand hinwegsehen.

Reiten auf dem Dromedar/Kamel
Wenn Sie ein Kamel besteigen wollen: stellen Sie sich vorne links vor das Tier, damit es Sie erkennen kann. Dann sitzen Sie auf dem Kissen hinter dem Höcker, die Hände fest an den vorderen Knauf des keteb, des Sattels, gekrallt, der Körper aufrecht, den Blick auf den Horizont gerichtet. Das Kamel steht auf und wirft Sie dabei erst vor, dann zurück. Jetzt befindet sich Ihr Kopf ca. 2.5m über der Erdoberfläche und Sie sind für die Méharée (den Ritt) bereit. Wenn Sie sich an ihre neue Lage gewöhnt haben, bitten Sie den Kameltreiber, Ihnen die rzama zu überlassen. Das Tier wird bei der Gruppe bleiben und sich nur entfernen, um ein Büschel damran oder sueda gegen seinen Durst zu fressen. Das Tier reagiert nicht unbedingt auf Ihre Versuche, seine Richtung zu bestimmen. Wenn Sie wenden wollen, wedeln Sie nur einen Stab oder die Hand in der Höhe des Kopfes des Kamels auf der der Kurve gegenüber liegenden Seite und ziehen Sie leicht am Zügel.
Sie werden feststellen, dass die meisten Kamelführer meist neben dem Kamel zu Fuss einhergehen, was Ihnen natürlich auch nicht verwehrt ist. Vom tieferen Blickwinkel her sehen Sie mehr und erkennen besser, was sich im Sande so abspielt. Übrigens: Reit- und Tragkamele sind meist männlich.

Sicherheit
Xenotours bietet seit über 25 Jahren Kameltrekking-Touren ab Grossoase Douz an und dürfen mit Stolz festhalten, dass wir bis heute keinen einzigen Problemfall erleben mussten. Unser Trekkingteam kennt die bewanderten Regionen ‚wie die eigene Hosentasche‘. Die erfahrenden Wüstensöhne wissen genau, an welchen Stellen die Übernachtungsorte installiert werden, um optimal gegen Sandstürme oder jegliches Getier geschützt zu sein. Die Dromedare selber sind ideale Wächter gegen unangenehmes Getier, sie melden mögliche Bedrohung oder wehren diese schon durch ihr Dasein ab. Bei den meisten Touren ist immer ein 'Meharée' dabei - das sind die "weissen" Rennkamele - mit denen rasch Hilfe herbeigeholt werden kann. In jüngster Zeit wurden in den Trekking-Regionen auch Funkstationen errichtet, so dass auch mittels Handy kommuniziert werden kann. Die Abdeckung ist allerdings (noch) nicht flächendeckend.

Das Trinkgeld - Unsere Empfehlung gilt als Hilfestellung:
Die Söhne der Wüste sind genügsame, liebenswerte Menschen. Sie verdienen nicht viel und freuen sich natürlich sehr, wenn Sie am Ende eines Kameltrekkings Ihrer Zufriedenheit Ausdruck verleihen. Sammeln Sie unter den Teilnehmern, bevor Sie das Nomadenteam verlassen, das Trinkgeld ein. Übergeben Sie Ihr Sammel-Trinkgeld dem Beduinen-Chef. Er wird es letzlich fair unter allen Beteiligten aufteilen.

Tipp Trinkgeld Trekkingteam
Wir empfehlen für das Team ca. 8.- bis 10.- TND pro Person und Tag. Die Nomaden freuen sich auch über Kleinigkeiten, die Sie zurücklassen können.

Tipp Trinkgeld Chauffeur/Transferteam
Ca. 5.- bis 7.- TND pro Reisetag und Teilnehmer, bei Reisen mit einem Chauffeur und einem Reiseleiter für beide total ca. 8.- bis 10 TND pro Reisetag und Teilnehmer.
Kleines A-Z tunesischer Gerichte
Brik à l'oeuf: in Öl gebackenes Omelett mit Petersilie und Zitronensaft, in das ein Eigelb eingeschlagen wird. Als Varianten werden oft Kartoffeln, Tomaten, Zwiebeln, Oliven und z.B. Thunfisch zugegeben.
Cassecroute: ausgehöhlte, mit Harissa, Olivenöl, Kapern, Thunfisch, Gemüse u.a. gefüllte Brottasche.
Chakchouka: Eintopf aus verschiedenen Gemüsesorten (Tomaten, Zwiebeln, Paprika u.a.), oft mit Spiegelei.
Chorba: Bouillonsuppe mit Nudeln oder Gerste.
Couscous: das tunesische Nationalgericht. Ein Eintopf mit Hartweizen, Kichererbsen, Kartoffeln, Gemüse und würzigem Sud zum Befeuchten. Je nach Möglichkeit mit Fisch, Hammelfleisch, Poulet.
Harissa: scharfe Paste aus Paprikaschoten, Tomatenpüree und verschiedenen Gewürzen; Bestandteil vieler Gerichte, z.T. auch als Beilage.
Leblebi und Mdames: Suppe aus Bohnen, Harissa und Olivenöl.
Markouna: Makkaroni/Teigwaren.
Mechouia: scharfer Salat aus gerösteten Tomaten, Pfefferschoten und Zwiebeln mit Thunfisch und Eiern.
Was nehme ich auf ein Kameltrekking mit...
Wir unternehmen alles für Ihre Sicherheit. So werden alle Teilnehmer vor Start eines Trekkings der lokalen 'Garde National' gemeldet. Die 'Garde National' überwacht das ganze Wüstengebiet und sorgt dafür, dass Sie sicher durch die Sahara reisen.

Deshalb benötigen wir von jedem Teilnehmer folgende Angaben:
Name und Vorname
Geburtsdatum- und Ort
Nationalität
Pass- oder Ausweisnummer
Beruf

Kinder ab 10 Jahren
Für jüngere Kinder ist ein Kameltrekking mit Sicherheit nicht zu empfehlen.

Beste Reisezeiten:
Mitte/Ende September bis Mitte/Ende Mai.

Individuelle Kameltrekkings
Gerne stellen wir Ihnen ein mehrtägiges Kameltrekking von 4 bis 21 Tagen individuell zusammen.
Wer die Wüste nicht kennt und ihren Atem nie gespürt hat, wird ein Leben lang erfüllt sein von Sehnsucht. Denn nur hier, wo Allah alles überflüssige entfernt hat, findet ein Mensch die Unendlichkeit.